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priestertum 1. Predigt von Mgr. Tissier de Mallerais bei der Priesterweihe in Zaitzkofen am 26.06.04 2. Artikel zur Priesterweihe aus der Laber-Zeitung
Predigt von Mgr. Tissier de Mallerais „Wir wollen das katholische Priestertum weitergeben“
Exzellenz, liebe Gläubige!
Die heutige Priesterweihe ist ein Bekenntnis jenes Glaubenssatzes, wonach Unser Herr Jesus Christus seine Apostel als Priester des Neuen Bundes eingesetzt hat. Liebe Weihekandidaten, in dieser Stunde, wo der Bischof diese Einsetzung in euch erneuern wird, betrachten wir die Glaubenswahrheiten des katholischen Priestertums gemäß den Definitionen des heiligen Konzils von Trient, wozu die heutigen Irrtümer, Abirrungen und Neuheiten der neuen Liturgie mit ihren Mißbräuchen in tragischem Widerspruch stehen.
Was glaubt die Kirche über das Priestertum? Es gibt vier Hauptwahrheiten: 1. Unser Herr Jesus Christus hat vor seiner Himmelfahrt seiner Kirche ein sichtbares, unblutiges und trotzdem echtes und eigenes Opfer überlassen, welches das blutige Kreuzesopfer vorstellt, in Erinnerung bringt und anwendet, mit seiner sühnenden Wirkung für die Vergebung der Sünden. (Dz 948, 950). 2. Um dieses unblutige Opfer seines Leibes und seines Blutes darzubringen, hat Unser Herr Jesus Christus seine Apostel als Priester des Neuen Bundes eingesetzt, damit jene, wie auch ihre Nachfolger im Priestertum, die Vollmacht haben, diesen Leib und dieses Blut zu konsekrieren (Dz 961, 949). 3. Die Priesterweihe ist wahrlich und eigentlich ein Sakrament - eines der sieben Sakramente -, von Unserem Herrn Jesus Christus eingesetzt, das ein Merkmal einprägt, und nicht nur ein Ritus, womit die Kirche ihre Diener des Wortes und der Sakramente auswählt (Dz 964, 963). Im Gegensatz zur Meinung Kardinal Kaspers! 4. Schlußendlich - und das ist noch nicht von der Kirche definiert - ist das Priestertum eine Teilhabe am Priestertum Jesu Christi, welches durch die Gnade der hypostatischen Union (Priester, König und Heiland) eingesetzt wird: seine Menschheit, übernommen von seiner Gottheit in der Einheit der Göttlichen Person des Sohnes Gottes, wird durch diese gesalbt und konsekriert, so daß dieser Mensch, dieser Gott-Mensch Priester von Geburt aus wird. Und die menschlichen Priester haben Teil an diesem Vorrang Jesu Christi.
Nun, was haben die Modernisten beabsichtigt, als sie die Reform der Liturgie - besonders der hl. Messe - nach dem II. Vatikanischen Konzil unternommen haben? Zusammen mit Papst Paul VI., Msgr. Bugnini und anderen haben diese Reformatoren in ökumenischer Absicht die Verschiedenheit zwischen dem katholischen Glauben und der Meinung der Protestanten vermindern oder - soweit es möglich ist - beseitigen wollen. Dies wird deutlich in der Reform des Ritus der Priesterweihe. Alle Anstrengungen wurden gemacht, um den Ausdruck - der propiziatorischen Wirkung des hl. Meßopfers zu vermindern; - der eigenen Vollmacht des Priesters zu konsekrieren, zu vermindern; - des sakramentalen Merkmals der Priesterweihe zu vermindern; - des Unterschieds zwischen dem eigenen Priestertum des Priesters und dem metapho- rischen sogenannten Priestertum der Laien zu streichen.
Betrachten wir diese Punkte genauer:
a) Was den wesentlichen Ritus der Priesterweihe betrifft, die stillschweigende Handauflegung mit Präfatio: Die wesentlichen Worte der Form sind nicht mehr unterschieden vom Rest der Worte durch ihr Aufsagen recto tono (mit vernehmlicher Stimme, aber nicht gesungen). Sie werden jetzt vielmehr gesungen, ohne Pause, wie der gesamte Text der Präfatio, so daß man nicht mehr genau weiß, welche Worte die Form des Sakramentes eigentlich ausmachen. Das richtet sich genau gegen die Entscheidung Papst Pius XII., der den genannten Unterschied zwischen wesentlichen und nicht wesentlichen Worten im Ritus eingeführt hat (DzS 3860, 30. Nov. 1947). Somit wird die Lehre der Materie und der Form der Sakramente geschwächt und undeutlich gemacht, um den Protestanten zu gefallen. In demselben Geist wurde neulich der Ritus der Messe von Addai und Mari von Kardinal Ratzinger für gültig erklärt, worin die Worte der Konsekration völlig fehlen: Rom hat behauptet, daß die Form der Eucharistie in dieser Messe „in dem ganzen Kanon auf bittlicher Weise gestreut wird“. Und die Theologen haben die Bedeutung dieser Erklärung unterstrichen, die für die Lehre der Kirche über die Form der Sakramente der Tod ist. Soweit zur Verdunkelung der Form der Priesterweihe in der Konzilskirche!
b) Was nun den Nebenritus der Priesterweihe betrifft, die Porrectio instrumentorum, die Darbringung des Kelches mit Wein und der Patene mit Brot, so legt der überlieferte Ritus dem Bischof die folgenden Worte auf die Lippen: „Empfange die Gewalt, das Opfer Gott darzubringen und Messen zu lesen, sowohl für die Lebenden als auch für die Abgestorbenen im Namen des Herrn.“ Diese so schönen und auch so deutlichen Worte haben wahrscheinlich Msgr. Bugnini nicht gefallen. Sie waren allzu klar. Also mußten sie verändert werden, und der neue Ritus läßt den Bischof sagen: „Empfange die Gaben der Gläubigen, um sie Gott darzustellen und das Opfer darzubringen.“ Kein Wort von einer Gewalt noch von einem Opfer für die Sünden, wie es für die Verstorbenen nötig ist, die nur aus einem Sühneopfer Nutzen ziehen können.
c) Was die Gewalt, die Sünden zu vergeben, betrifft, so spricht der Bischof nach dem überlieferten Ritus der Priesterweihe folgende Worte aus, wobei er die Hände auf den Kopf des neuen Priesters legt: „Empfange den Heiligen Geist: denen du die Sünden nachlassen wirst, denen sind sie nachgelassen, und denen du sie behalten wirst, denen sind sie behalten. “ Wenn der Bischof diese Worte ausspricht, sind die Weihekandidaten durch den wesentlichen Ritus schon Priester, aber die überlieferte Liturgie drückt die verschiedenen Vollmachten des Priesters gern deutlich aus, mit Nachdruck und Wiederholung. Aber diese Wiederholung und dieser Ausdruck einer schon empfangenen Gewalt haben wahrscheinlich Msgr. Bugnini nicht gefallen, denn er hat diese Handauflegung und diese Gewaltübertragung einfach weggelassen. Und doch hatte Papst Pius XII. ausdrücklich empfohlen, daß diese Zeremonie der Übertragung der Gewalt der Sündenvergebung nie unterlassen werde, obwohl diese Gewalt schon durch den wesentlichen Ritus übertragen worden ist, weil nämlich - so sagte er - diese Worte Worte des Herrn sind. Aber die Reformatoren haben keine Achtung vor den Worten des Herrn! Wahrscheinlich ist die Vergebung der Sünden - für die Reformatoren - etwas altmodisch oder Nebensache oder einfach unökumenisch.
d) Was die Salbung der Hände des Neupriesters betrifft, so hat die Liturgiereform auch dies verändert. Hören wir zuerst, was der Bischof bei der Salbung der Priesterhände gemäß dem überlieferten Ritus betet: „Weihen und heiligen mögest Du, o Herr, diese Hände durch diese Salbung und unsere Segnung. Amen! Damit alles, was sie segnen werden, gesegnet sei, und was sie weihen werden, geweiht und geheiligt sei, im Namen unseres Herrn Jesus Christus!“ Die neue Formel der Händesalbung spricht nicht mehr von einer Salbung der Hände, noch von einer Gewalt, Dinge zu segnen oder zu weihen. Sie lautet folgendermaßen: „Der Herr Jesus Christus, den der Vater mit dem Heiligen Geist und mit Kraft gesalbt hat, möge dich bewahren, um das christliche Volk zu heiligen und das Opfer Gott darzubringen.“ Dies ist nicht falsch, aber quer und schief im Vergleich mit der überlieferten Formel. Das Zitat der Apostelgeschichte (Apg 10,38) ist schön, aber sie sollten den Ausdruck der Händesalbung nicht herausnehmen noch den Ausdruck der Segens und Weihegewalt unterdrücken!
Die wesentliche Weihe des Neupriesters wird durch den wesentlichen Ritus verwirklicht. Wenn nun der Ritus die Weihe und die Salbung der Hände des Priesters ausdrücken will, so muß er sie deutlich ausdrücken. Aus diesem zweiten Teil dieser unserer Klarstellungen über die Reform des Weiheritus müssen wir die folgenden Schlußfolgerungen ziehen: Dieser Weiheritus der Reformatoren entfernt sich im Ganzen so wie auch im Einzelnen von der Lehre des Priestertums, wie diese in der XXII. und XXIII. Sitzung des Konzils von Trient definiert worden ist. Es handelt sich um eine neue Auffassung des Priestertums, die sich der lutherischen und protestantischen Auffassung nähert: kein Sühneopfer ist beabsichtigt, keine Konsekrations-gewalt, keine Vollmacht, Sünden zu vergeben, werden ausgedrückt.
Seit 1969 herrscht dieser neue Ritus, seit 35 Jahren herrscht dieses zweideutige Priestertum in der Kirche. Daher kommen der Identitätsverlust der Priester und der Verlust der Priesterberufungen. Daher rühren auch die vielen Mißbräuche, welche die Betonung des sogenannten Priestertums der Laien eingeführt hat:
- Die Handkommunion: es bedarf keiner gesalbten Hände mehr. Jeder darf den Leib Unseres Herrn berühren, ohne Ehrfurcht und jedesmal mit der Gefahr einer Entweihung! - Die vielen Diakone, verheirateten Diakone, Laien und eben Frauen dürfen die Kommunion austeilen. Man will also keinen Priester mehr oder die Laien mit dem sogenannten allgemeinen Priestertum auszeichnen. - An die Stelle der Priester stellt man heute viele Pastoralassistentinnen, Pfarrerinnen, Dekaninnen, bischöfliche Vikarinnen. Frauen mit Stola und Rauchmantel dürfen den Bestattungen vorstehen. Die Absicht ist deutlich: man will das Priestertum der Frauen einführen. - Zugleich mit Ministranten nimmt man heute Ministrantinnen. Warum? Um die Akolythen, das heißt die mit den niederen Weihen versehenen zukünftigen Priester zu ersetzen! Die Meßdiener vertreten tatsächlich die Akolythen. Und zugleich definiert der Papst fast als Dogma, die Kirche habe keine Macht, Frauen zu Priestern zu weihen. Ist das nicht der Beweis dafür, daß das moderne Rom im Widerspruch lebt?
Der Papst sagt sogar, daß die Ministranten das gnadenhafte Erdreich für priesterliche Berufungen sind. Aber wie kann ein armer Meßdiener noch an eine eigene Berufung denken, wenn er sieht, wie auch Mädchen denselben Altardienst ausüben wie er! Das ist wahrhaftig der Tod der priesterlichen Berufungen! Die gesündesten und zahlreichsten Berufungen stammen aus wirklich katholischen kinderreichen Familien und wirklich katholischen Schulen. Aber Kardinal Ratzinger sagt, heute sei die „Schleifung der Bastionen“ die Pflicht, also die Schleifung der Festungen des katholischen Glaubens, nämlich die katholische kinderreiche Familie und die katholischen Schulen. Kardinal Ratzinger vernichtet die segensreichste Quelle der Berufungen!
Liebe Christen, alles läuft so, als ob die Konzilskirche keine Priester mehr wolle, sondern eine Kirche ohne Priester. Der große Kardinal Billot sagte: „Es kann keine wahre Religion existieren ohne das Opfer. Wenn das sichtbare, äußerliche, öffentliche und soziale Opfer fehlt, ist es nicht mehr die wahre Religion.“ Und Bischof de Castro Mayer sagte 1988 in seiner Ansprache bei den Bischofsweihen: „Wenn es keinen Priester mehr gibt, gibt es kein Meßopfer mehr. Und wenn es kein Meßopfer mehr gibt, gibt es keine einzige Form des göttlichen Kultes.“ - Weil das Opfer, das Meßopfer, das Herz des göttlichen Kultes ist. Ohne das Herz ist die Religion tot! Genau hier liegt der wahre Grund für die heutigen Priesterweihen: Das echte Priestertum Unseres Herrn Jesus Christus soll fortgeführt werden, wie es Erzbischof Lefebvre in seinem „Geistigen Wegweiser“ schrieb: „Angesichts des zunehmenden Zerfalls des priesterlichen Ideals wollen wir das katholische Priestertum Unseres Herrn Jesus Christus weitergeben in seiner ganzen lehrmäßigen Reinheit, in seiner ganzen missionarischen Liebe.“ Diese heutige Priesterweihe ist ein Akt des Kampfes im Innern der Kirche gegen die Vernichtung des Priestertums, gegen den Plan der höllischen Mächte. Man darf nicht so tun, als ob es heute keinen Kampf gäbe oder als ob man heute neue Priester gemäß dem Geist des Priestertums, als Priester und Opfer zugleich, weihen könnte ohne Kampf gegen die Mächte der Hölle und gegen den heutigen Geist des Materialismus, der Oberflächlichkeit und der Leichtfertigkeit, der sich unseren Familien mehr und mehr einprägt. Und für diesen Kampf um viele Priesterberufungen und um Opfergeist und freiwillige Dienstfertigkeit erflehen wir die Fürbitte der allerseligsten Jungfrau Maria, der Mutter der Priester, der großen Kriegsherrin in allen Kämpfen Gottes. Deshalb möchte ich Sie, liebe Gläubige, ganz herzlich auffordern, die Erneuerung der Weihe Deutschlands an das Unbefleckte Herz Mariens, die am 5. September von der Priesterbruderschaft in Fulda vollzogen werden wird, sorgfältig vorzubereiten. Zweifelsohne wird diese Erneuerung der Weihe viele Gnaden vom Himmel auf Deutschland, auf den deutschen Distrikt und insbesondere auf die Seelen, die Gott in seinen Dienst rufen will, herabziehen. Nur mit Maria, nur durch ihr unbeflecktes Herz, voll der Barmherzigkeit zu uns und voll der Allmacht vor Gott, kann unser Werk der Rettung des katholischen Priestertums gute und reiche Früchte bringen. Amen!
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2. Artikel zur Priesterweihe aus der Laber-Zeitung
„Echtes Priestertum Jesu Christi fortführen“ Rund 3000 Gläubige bei 26. Priesterweihe – Drei Neupriester sprachen ihr „Adsum!“
Sie wurden von 21 Fahnenabordnungen begleitet, darunter die FFW Zaitzkofen, die wiederum den Ordnungsdienst übernommen hatte und die des örtlichen Schützenvereins. Aus aller Welt kamen die Gläubigen, aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Belgien und der Schweiz sowie aus dem Osten, Polen und Lettland. Im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamtes fanden die 26. Priesterweihen seit Bestehen des Herz-Jesu-Priesterseminars statt: mithin wurden allein in Zaitzkofen über hundert Priester geweiht. w Absage an Modernismus Bischof De Mallerais sprach in seiner Festpredigt vom Höhepunkt des Seminarjahres, in dem er der heiligen katholischen Kirche drei neue Priester schenken dürfe. In seiner Beschreibung des katholischen Priestertums wies der Bischof darauf hin, dass Jesus Christus selbst vor seiner Himmelfahrt seine Apostel als Priester des Neuen Bundes eingesetzt habe und ihnen das unblutige Opfer nicht nur als Ritus, sondern als Sakrament überlassen habe; damit erhalte der Priester die Teilnahme am Priestertum Jesu Christi selbst. Die Konzilskirche wolle im tragischen Gegensatz dazu die Verschiedenheit zwischen Katholiken und Protestanten vermindern, um den Protestanten zu gefallen, beklagte der Prediger. So entferne sich der Weiheritus der neuen Liturgie vom alten Ritus des Konzils von Trient nach dem Pontificale Romanum, wo wesentliche Teile verändert oder gar weggelassen werden. Diese neue Auffassung, die sich der lutheranischen Haltung nähert, habe seit 1969 in 35 Jahren mit dem „novus ordo missae“ den Identitätsverlust der Priester und geringe Berufungen zur Folge, Handkommunion und Pastoralassistenten etwa seien Missbräuche, die zur priesterlosen Kirche führen würden. „Ohne Priester keine Messe! Ohne Messopfer keine Form göttlichen Kultes, keine wahre Religion!“ Abschließend bat Bischof Tissier de Mallerais Klerus und Laien, in der „Erneuerung der Weihe Deutschlands an das Unbefleckte Herz Mariens“ am 4./5. September 2004 in Fulda die Gottesmutter um die Einheit unseres Volkes im Glauben zu bitten. w Weihezeremonien Im Anschluss an seine Predigt mit dem klaren Bekenntnis zu Papst und katholischer Kirche vollzog Bischof De Mallerais die feierlichen Zeremonien der Priesterweihe, nachdem die sechs Weihekandidaten ihrem Erzdiakon Pater Schmidberger ihr „Adsum“ - „Ich bin bereit!“ gesprochen hatten. Auf dem linken Arm das zusammengelegte Messgewand, in der rechten eine brennende Kerze als Symbol ihrer Opfergesinnung, traten die zu Weihenden vor Bischof und Altar. Nach dem Gebet um die Vermehrung der geistlichen Würde streckten sich die Weihekandidaten vor die Stufen des Altares, während von der Schola und den Gläubigen die Allerheiligenlitanei gesungen wurde. Nun war der Augenblick gekommen, auf den die Auserwählten sich jahrelang durch Studium, Gebet und Tugendübung vorbereitet hatten und den auch ihre Eltern und Angehörigen oft in ihren Gebeten erfleht haben. Der Bischof legte einem jeden seine Hände auf das Haupt, während tiefes Schweigen herrschte; dasselbe taten der Reihe nach alle anwesenden Priester. Nach der Weihepräfation legte Bischof De Mallerais den Neupriestern das rote Messgewand an, das die Liebe versinnbildlicht, worauf das „Veni Creator Spiritus!“ - „Komm, Heiliger Geist!“ gesungen wurde. Danach salbte er die Hände der Neupriester mit Katechumenenöl, weshalb die Gläubigen nach der Weihe mit Recht die Hände des Geweihten küssen. Damit solle alles, was sie segnen, gesegnet sein und alles, was sie weihen werden, geweiht und geheiligt sein im Namen Jesu Christi. Nach der Reinigung ihrer Hände durften sie den Kelch mit Wein und die Patene mit der Hostie berühren, um somit die Gewalt zu empfangen, Gott das heilige Messopfer darzubringen für die Lebenden und die Abgestorbenen. Hierauf brachten sie im Verein mit dem zelebrierenden Bischof zum ersten Mal das heilige Messopfer dar, in dessen Verlauf der Zelebrans seinen jungen Priestern zurief: „Nun werde ich euch nicht mehr meine Diener nennen, sondern meine Freunde, weil ihr alles erkannt habt, was ich in eurer Mitte vollbracht habe.“
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